Mode und Älterwerden….

Sie war die erste Frau, die mich davon überzeugt hat, wie toll es sein könnte, ein eignes Blog zu betreiben. Und an dieser Begeisterung hat sich bis heute nichts geändert: Susanne Ackstaller mit ihrer texterella. Was mich vor allem daran fasziniert, ist ihre schier unendliche, wunderbare Interview-Reihe von Frauen „über 40, über 50, über 60“. Erscheint immer montags, darum haben sich die dort Porträtierten auch liebevoll-stolz den Titel „Montagsfrauen“ gegeben. Seit ich dieses Blog kenne, ärgere ich mich jedes Mal, wenn ich vergessen habe, montags dort reinzugucken… ist ein wunderbares Ritual, um gut in die Woche zu starten. Kann ich nur empfehlen. Die Vielfalt ist unendlich, die Verschiedenheit inspirierend, die Antworten sind immer klug, überraschend, anregend. Ja, ich bin absoluter Fan.

Sichtbarkeit und Mode gehören zusammen

Und heute platze ich gleich vor Stolz: Ab jetzt gehöre ich nämlich auch dazu! Tausend Dank, liebe Susi! Ich weiss, ich hab dir die Sache nicht grad einfach gemacht. Denn obwohl ich es – leider! – noch gar nicht geschafft habe, mich diesem Thema hier in meinem eignen Blog auch nur ansatzweise zu nähern: Sichtbarkeit und Mode gehören für mich untrennbar zusammen. Und zu Mode hab ich schrecklich viel zu sagen. Eigentlich beginne ich damit gerade erst….

ich_bei_texterella

Mode ist und kann so vieles!

Mode, wie ich sie verstehe, ist immer auch Statement, Lebenseinstellung, Instrument von Veränderung und/oder Selbstdarstellung, manchmal der Inszenierung, manchmal Abwehrhaltung, manchmal Maske und/oder Selbstschutz. Und manchmal einfach nur Spaß… am Ausprobieren, am Schön- oder Unauffällig-Machen, am Expriment. Oder notwendige Uniform, um sich geschützter zu fühlen. Oder, oder, oder. Ja, Mode ist für mich ganz vieles. Darüber hinaus auch immer Zeitdokument, der eignen Biographie und/oder der Sichtweise auf Menschen – vor allem natürlich bei Frauen. Ja, auch der historische Kontext von Mode interessiert mich brennend.  Außerdem das Selber-Machen, die Materialien, Stoffe, ihre Herstellung und Verarbeitung. Denn Mode hat sehr stark auch mit Kreativität zu tun, kann ganz individuelle Ausdrucksform werden….

Noch suche ich den richtigen Dreh….

Noch hab ich mich zurück gehalten, noch hab ich nicht die richtige Form gefunden. Und ein ganz klein wenig hat mich immer auch das Wissen gelähmt, dass es – jedenfalls aus meiner Sicht – schon die perfekte Seite zum Thema gibt, nämlich die texterella. Ich wollte nicht mal den Versuch machen, dagegen „anzustinken“ – das wäre  einfach nur blöd. Was ich so toll finde, ist, dass dort ganz eindeutig der Mensch im Mittelpunkt steht. Und dann gibt es ja noch so viele andre tolle Mode-Blogs, durchaus auch für und von Menschen über 50… einige davon findet ihr in meinem Netzwerk hier. Da spreche ich jetzt vom „klassischen Modeblog“ – auch dabei hab ich immer das Gefühl: Wollte ich versuchen zu leisten, was dort geleistet wird, sähe ich ganz schön alt aus – bäh, blöder Witz!

Doch wer mich ein wenig kennt, weiss: Ich tauge nur bedingt als Betreiberin eines „klassischen Modeblogs“. Ich bin die, die entweder alles in Frage stellen muss/will. Oder den Dingen auf den Grund gehen, neue Zusammenhänge aus altbekannten Fakten herstellen will. Oder beides. Ich bin sicher: Das geht auch mit dem Thema Mode sehr gut, hab es quasi schon im Hinterkopf. Nur den richtigen Dreh noch nicht gefunden…. Aber vielleicht sind die Dämme mit diesem tollen Interview auf texterella ja endlich gelockert. Vielleicht finde ich jetzt den richtigen „Dreh“ zum Thema Mode und Älterwerden. Auf meiner To-do-Liste steht das jedenfalls ziemlich weit oben. Sollte jemand Wünsche oder eine Idee dazu haben: Immer gern her damit!!!

So. Und jetzt freu ich mich erst mal ein Weilchen. Dass ich ab heute auch eine „Monatgsfrau“ bin. Tausend Dank, liebe Susi!

Ach so: Ihr wollt Susis Interview mit mir auf texterella lesen? Jetzt kann ich mich ja nun endgültig nicht mehr verstecken… Also: Hier entlang bitte!

7 Kommentare


  1. Oh wie schön! Spannendes Interview. Auch ich war irgendwann mal dran und kann mich noch erinnern, wie aufregend das war… zurückgehen in die Vergangenheit, alte Fotos rauskramen. Schön, dass es so viele spannende Frauen-Biografien gibt und Texterella hierfür einen Platz bietet!

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  2. Liebe Maria, ich habe gerade mit großem Spaß das wunderbare Interview bei Texterella gelesen. Nun werde ich mich hier mal in Ruhe durchlesen. Und ganz ehrlich: Nach deinem Interview wäre ich richtig gespannt auf das, was du zum Thema Mode zu sagen/zeigen hast. Aus diesen Gründen:

    „Ich bin die, die entweder alles in Frage stellen muss/will. Oder den Dingen auf den Grund gehen, neue Zusammenhänge aus altbekannten Fakten herstellen will.“ 😉

    LG Sabine

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    1. Liebe Sabine, ja: Ich weiss, das wird nicht leicht… Vermutlich dauert es genau deshalb so lange, bis ich den „richtigen Dreh“ finde…. Denn: Es soll ja auch Spaß machen. Mir wie meinen Leser/innen…. Solltest du eine Idee haben: Gerne her damit…
      Was ich an texterella auch so genial finde, ist das „Gespräch“, der Dialog, der dort automatisch entsteht. Und eben: der Fokus auf den Menschen…Immerhin hab ich mir angewöhnt, lieber ein bisschen länger zu warten, bevor ich eine Sache starte. Das hilft. Auch wenns manchmal schwer fällt. Ich sag nur: „Unruhe“…
      Herzlichen Gruß
      Maria

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  3. Liebe Maria,
    ein ganz tolles Interview. Hab ich heute Morgen natürlich gleich gelesen und wieder ein bisschen mehr über Dich erfahren. Ich denke, dass Du mit der Mode im Blog schon Deinen Weg finden wirst.

    Bei mir hat sich das Ganze im Lauf der Jahre einfach entwickelt und tut es immer noch. Das ist ja das Schöne am bloggen. Man weiß nie ganz genau, wo die Reise hingeht.

    LG Sabine

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    1. Ach liebe Sabine, ganz herzlichen Dank für deine freundlichen Worte, hier wie da…. Es ist das erste Interview, das je von mir „erschienen“ ist – und ziemlich aufregend. Ja, ich weiss: Das Wichtigste ist, dass zu mir passt, was immer ich auch tue… Genau an dich hab ich nämlich auch gedacht, als ich geschrieben habe: „klassischer Modeblog“ – das passt nicht zu mir. Was ihr alle da leistet, ist beachtlich, ehrlich: Oft bewundere ich euch! Aber mein Weg muss und wird irgendwie anders sein… Er wird sich finden. Da bin ich tatsächlich optimistisch 🙂
      Herzlichen Gruß
      Maria

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