Alternative Wohnformen für Ältere, Mehrgenerationenhaus, Alten-WG….

Es gibt so Ideen, die lassen dich nicht mehr los, setzen sich fest… Und auch wenn man sie nicht direkt umsetzt, hat man sie immer im Auge/im Hinterkopf. Bei mir ist die Sache mit der Alten-WG, dem Mehrgenerationenhaus oder einfach einer alternativen Wohnform im Alter so etwas.

allein älter werden - oder doch besser in einer Alten-WG?

Allein älter werden – oder doch besser in einer Alten-WG?

„Je bunter, desto besser!“

Ich weiß noch genau: Bei mir war es vor vielen Jahren Henning Scherf, der den Funken zündete. In einer Talkshow sprach er von seiner Version/Vision einer Alten-WG. Und ich dachte: Huch, ein Ex-Bürgermeister träumt von SO WAS? Also: nur bedingt ein Alt-68, eher arriviertes, erfolgreiches Mannsbild… Hat mir imponiert. Inzwischen hat er viele Bücher zum Thema geschrieben, sein Credo für den Aufbau einer gelingenden „Hausgemeinschaft“ älterer Menschen ist ganz klar: „je bunter, desto besser! Wenn man nur unter Gleichen ist, werden die Geschichten langweilig. Besser sind möglichst verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Biografien.“ (Quelle)

Ein interessanter Aspekt ist – finde ich – auch dies: Der Ex-Bürgermeister Bremens sieht sich mit seinem Wohnprojekt ganz klar in gewerkschaftlicher Tradition, eben als gelebte gesellschaftliche Solidarität – das erzählt er ver.di in einem persönlichen Erfahrungsbericht hier.

Den richtigen Zeitpunkt finden….

Seitdem verfolge ich das Thema immer so mit „halbem Auge“. Ich geb ja zu: Das ist nicht unbedingt schlau. Denn wenn da mal wirklich was draus werden soll, sollte man sich beizeiten drum kümmern. Geeignete Wohnung, besser noch ein Haus suchen. Und vor allem: Freundeskreis durchforsten, unter Umständen ganz gezielt schon neue Kontakte knüpfen. Und zwar so frühzeitig, dass man sich schon kennenlernen kann, BEVOR der Ernstfall eintritt: das Alter. Aber das ist vielleicht genau das Problem. Wie mit so vielen Dingen, die das Älterwerden betreffen…. Schiebt man gern auf, denkt sich: Nö, sooo alt bin ich doch noch gar nicht. Ich zumindest denk das immer wieder. Obwohl mir klar ist: Sonderlich schlau ist das nicht…. Lustig finde ich übrigens: Manche Menschen sind da weit schlauer als ich: Auf Facebook gibt’s geschlossene Gruppen wie „Alten-WG ab 2030 oder 2024″…

Aber es muss ja vielleicht auch gar nicht die von Grund auf ganz neu aufgebaute Wohngemeinschaft sein. Inzwischen ist aus der Idee der Alten-WG ebenso ein Selbstläufer geworden wie aus dem „Konzept Mehrgenerationenhaus“, dass man sich – wenns denn passt – vielleicht auch ganz einfach in schon Bestehendes „einklinken“ könnte. Sich beteiligen, schon mal umgucken… Denn es gibt da bereits jetzt (wo ich sie noch nicht brauche – oder doch?) schon eine sehr breite Angebotspalette, selbst das Familienministerium fördert beispielsweise den Aufbau von Mehrgenerationenhäusern.

Politisches Statement inklusive

Manche der Wohnprojekte sind betont politisch, fast gar kämpferisch. Zum Beispiel der Verein der Grauen Panther Hamburg, die mit ihrem „Pantherhaus“ ebenfalls ein Mehrgenerationenprojekt betreiben. Wie das konkret aussieht, zeigt ein NDR-Bericht anschaulich hier. Doch gerade der Verein der Grauen Panther Hamburg – ausdrücklich eine „Altenselbsthilfegruppe“ und nicht zu verwechseln mit der ehemaligen Partei – zeigt ganz klar, dass solche Wohnprojekte durchaus auch politische Dimensionen, gesamtgesellschaftliche Anliegen haben können: Sie „haben sich zum Ziel gesetzt,…die Lebenssituation alter und älterer Menschen zu verbessern, ihnen das Recht auf Menschenwürde bewusst zu machen und in ihnen den Mut zu wecken, sich zu wehren, wenn dieses Grundrecht vorenthalten wird….Seit  Jahrzehnten setzt sich der Verein durch Protestaktionen, Öffentlichkeitsarbeit, durch Informations- und Diskussionsveranstaltungen und Publikationen für ein selbstbestimmtes und würdevolles Altern in dieser Gesellschaft ein.“ Quelle.

Deutschland – Niederlande

In Deutschland scheint die Idee der alternativen Wohnprojekte für ältere Menschen „unter sich“ oder im Zusammenleben mit „mehreren Generationen“ jedoch – im Gegensatz etwa zu den Niederlanden – vielerorts noch eher Wunsch als Realität zu sein… Viele Menschen träumen davon, nicht immer jedoch klappt es mit der Realisierung. Eine gute Zusammenfassung von der Entstehung der Idee (bereits in den 1970er Jahren) bis zu den oft nicht ganz einfach Findungs-, Konsolidierungs- und Realisierungsphasen bietet die Schader-Stiftung inklusive eines Vergleichs Deutschland – Niederlande hier. Die Schader-Stiftung sieht ihre Schwerpunkte allerdings vor allem in den Themenbereichen Stadtentwicklung und Wohnen, Kommunikation und Kultur, Demographie und Strukturwandel – weshalb der Beitrag zwar viele bedenkenswerte Aspekte beinhaltet, jedoch wenig Praktisches.

Das Mehrgenerationenhaus

Wer sich ganz konkret auf die Suche nach schon bestehenden, alternativen Wohnprojekten machen möchte, dem bietet zum Beispiel das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hier eine Karte mit Suchfunktion nach einem Mehrgenerationenhaus in der eigenen Umgebung an. Wichtig zu wissen: Mehrgenerationenhäuser können die verschiedensten Träger haben – häufig sind es Vereine oder (kirchliche) Gemeinden. Viele sind gemeinnützige Organisationen, manche gelten als Bildungseinrichtungen, integriert beispielsweise in Gemeindezentren oder Kulturprojekte. Und: Wer in einem Mehrgenerationenhaus wohnt, hat in der Regel immer – alleinstehend oder als Familie – eine eigene Wohnung, kann die Tür auch mal zu machen….aber man trifft sich, unterstützt sich, verabredet sich mehr oder weniger regelmäßig. Es geht um das Miteinander von Alt und Jung, manchmal auch um interkulturelle Dialoge, immer um die gegenseitige Hilfe.

Die Alten-WG

Das „Gegenmodell“ wäre die Wohngemeinschaft älterer Menschen, kurz als Alten-WG, gern auch als „Wahlverwandtschaft“ oder „Wahlfamilie“ bezeichnet. Da kommt es noch viel stärker darauf an, wie und dass man sich wirklich mag und gut versteht… Ich persönlich finde da ja Henning Scherfs Überzeugung des „möglichst bunt“ einen guten Ansatz – aber das muss jede/r selbst entscheiden…. In jedem Fall denke ich: Die Wahl der richtigen Mitbewohner ist eine ganz entscheidende und sehr persönliche Angelegenheit. Und glaube kaum, dass da eine Börse wie „In 3 Schritten zur Traumunterkunft oder neuen Mitbewohnern“, die diese Datenbank anbietet, dabei wirklich zielführend sein kann. Aber ich hab’s nicht ausprobiert. Vielleicht täusche ich mich da ja und die Suche nach den richtigen Mitbewohnern für das Zusammenleben älterer Menschen kann doch wie eine Kontaktbörse funktionieren…

Kommerzielle Interessen?

Wie allerdings so oft: Wo eine gute Idee ist, sind auch ganz schnell kommerzielle Interessen im Spiel… So bietet zum Beispiel Immobilienscout24 unter der Überschrift „Seniorenwohnen“ sowohl „Senioren-WGs“ als auch das „Mehrgenerationenwohnen“ an. Ich bin mir (noch) nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. Spontan schreckt es mich eher ab, wie gesagt: Für mich ist das eine so individuelle, zutiefst persönliche Angelegenheit, dass ich mir nicht vorstellen kann, die Suche beispielsweise einem Maklerbüro zu überlassen. Aber auch da täusche ich mich ja möglicherweise….

Jetzt seid ihr an der Reihe!

Eins scheint mir völlig klar: Wer die berechtigte Sorge hat, im Alter zu vereinsamen, für den gibt es eigentlich nur den Weg, sich rechtzeitig  auf die Suche nach einer geeigneten alterativen Lebensform zu machen.

Habt ihr eigne Beispiele für das Gelingen alternativer Wohnformen älter werdender Menschen? Eigene oder gehörte/beobachtete? Gute oder schlechte? Eigne Ideen, Projekte, Pläne? Interessiert mich SEHR – gern her damit!

23 Kommentare


  1. Für mich ist der Gedanke irgendwann allein dazusitzen schrecklich
    und deshalb haben wir uns mit Freunden zusammengetan, um eine
    Alternative zu finden und zu leben. Wir wollen im Mit- und Füreinander in fröhlicher Runde selbstbestimmt jeder in der eigenen Wohnung gemeinsam alt werden. Und wir sind auch schon ein Stück weiter als die meisten auf dem Weg, denn das Grundstück ist gekauft und der Bauantrag eingereicht.Jetzt fehlen noch ein paar passende Mitbewohnen. Schaut doch mal unter http://www.wohnen-an-den-linden.de

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    1. Liebe Gabi, vielen Dank für den Hinweis – vielleicht meldet sich ja wirklich jemand… Viel Erfolg jedenfalls!
      Herzlichen Gruß
      Maria

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    1. Liebe Sylvia, das ist wirklich interessant! Ganz herzlichen Dank! Ich behalte es im Auge – und schreib auch gern mal drüber. Kannst du mir vielleicht schon einen Kontakt nennen? (Am besten an: autorin@unruhewerk.de)
      Viele Grüße
      Maria

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  2. Hallo Maria, da denke ich auch schon viel darüber nach! Ich bin jetzt 51 und lebe in einer Partnerschaft. Mein Mann und ich rechnen damit, dass sich irgendwann einer von uns beiden verabschieden wird und reden dabei über mögliche Szenarien. Für mich ist klar, dass ich mir dann eine Frau suche, die mit mir in meinem ungarischen Haus leben möchte. Oder ich suche mir einen Beginenhof, der mich aufnimmt. Ich will dann auf alle Fälle mit Frauen zusammen leben 🙂 Liebe Grüße Sonja

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    1. o ja, Beginenhof, das hab ich auch schon oft gedacht…. Am besten in den Niederlanden, da ist das Meer nicht so weit weg wie in Ungarn…..
      Aber ganz ehrlich: Es kostet mich verdammt große Überwindung, darüber nachzudenken.
      Liebe Sonja, hab einen schönen Abend!
      Herzlichen Gruß
      Maria

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  3. Ein schönes Wohnprojekt gibt es in Viersen.
    Wohnen wie im Hotel

    Herzlichen Gruß

    Ute Jaschke von senioren-wohnwechsel

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  4. Wir denken, wir suchen, wir verdrängen doch dann dann ist es zu spät. Warum ist es so? Vor gar nicht so langer Zeit hatten wir die Gemeinschaft die Großfamilie die Nachbarn die Freunde.Alles Menschen die auch mal da waren wenn man jemanden brauchte. Heute haben wir immer mehr Singels, ich Menschen und die Kommunikation findet höchstens am Telefon oder Internet statt. Ist das das Ende? Der Besuch heute bei anderen ist eine zu planende Aktion. die Spontanität ist auf der Strecke geblieben. Wir sollten wieder lernen nicht nur uns selber zu sehen sondern auch die Gemeinschaft. Wer denkt nur weil er sich im alter in seiner Wohnkultur ändert ist er alt, der denkt falsch. er wird wieder gebraucht, er kann sich, seine Erfahrung sein Leben mit einbringen. Andere können von einem lernen, wir lernen von den anderen. Ich finde man sollte also rechtzeitig anfangen sich umzustellen um seine Bedürfnisse kennenzulernen um zu sehen was passt zu mir. Raus aus dem Eigenheim und rein in eine zu mir passende Wohnung mit den dementsprechenden Räumlichkeiten und Möglichkeiten um zu, ist kein Rückschritt, es ist der Fortschritt. Der Schritt in die Richtige Richtung um bewusst das letzte drittel seines Lebens nicht nur zu Leben, sondern auch zu Erleben!!

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  5. Ich stehe dem WG-Gedanken im Alter eher skeptisch gegenüber. Anders als in jungen Jahren hab‘ ich definitiv keinen Bock drauf, mit anderen Menschen ein Bad zu teilen oder Küchendienste abstimmen zu müssen.

    Die im Artikel erwähnte Datenbank hab ich ausprobiert: das sind keine WG-Partner-Gesuche/Angebote, sondern Angebote für das „Seniorenwohnen“ in diversen Anlagen. Grundmiete plus zubuchbaren Pflededienstleistungen, sowie diverse Gemeinschaftsräume in der Anlage etc. Find ich gar nicht schlecht, es gibt nur bisher zu wenige davon.

    Auch ein „Mehrgenerationenhaus“ kommt mir nicht als eine ideale Lösung vor, denn mit den anderen Generationen in meinem jetzigen Mietshaus hab ich ja auch nichts zu tun – außer, dass ich mal Pakete für sie annehme. 🙂 Warum sollte sich das im höheren Alter ändern?

    Alles in allem denke ich übers Wohnen im höheren Alter: es kommt dabei darauf an, wie man bis dahin lebt und gelebt hat. Und des weiteren auf die zur Verfügung stehenden Wohnanlagen, Heime und deren Organisation. Auch die sind ja nicht für die Ewigkeit in Stein gemeiselt, sondern werden sich mit geänderten Ansprüchen auch verändern.

    Stichwort „Einsamkeit im Alter“:

    Die wird nicht dadurch aufgehoben, dass man in ein Mehrgenerationenhaus zieht und kommt auch nicht wie eine Naturkatastrophe beim Umzug in ein Pflegeheim. Wer darauf achtet, auch jüngere Freunde zu haben, wird dann nicht völlig „besuchslos“ dort leben müssen. Hinzu kommt: da sind auch andere Alte, und nicht nur solche, die nur noch im Bett liegen. Ich sehe manchmal Szenen im TV, da sitzen sie verteilt im Aufenthaltsraum und jede/r starrt vor sich hin. Ja warum zum Teufel reden die nicht miteinander?
    Wer des weiteren gewohnt ist, eine Menge Kontakte über Internet zu halten, wird das nicht einfach wg. Alter aufgeben.

    Ebenso die AUFGABEN. Dass sich heutige Alte oft überhaupt nicht beschäftigen können, sehe ich als Ergebnis von deren Lebensweise zuvor. Das wird mir nicht zustoßen, da bin ich ganz sicher. Selbst wenn ich keine Maus mehr klicken und keine Tastatur mehr bedienen kann, werde ich natürlich auf Voice-Steuerung umgestellt haben – das geht schon heute, wird aber gewiss noch besser und einfacher.

    Und hier rechne ich auch mit Veränderung der Institutionen: Es spricht nichts dagegen, die Bekochung der Bewohner auch zusammen mit den noch halbwegs rüstigen Menschen gemeinsam abzuwickeln – das wird ja sogar in Demenz-WGs gemacht! Man muss halt von den Kantinen weg kommen und kleinere Gebäudeteile mit je eigener größerer Küche erschaffen – und für alle, die das nicht wollen, gibts bestellbares (und wechselbares) Catering von außen.

    Auch sonst sind viele Aktivitäten denkbar, die man MIT den Bewohnern veranstalten kann.

    Allerdings: Ambulante Pflege in der seniorengerechten Wohnanlage – das wird m.E. vermutlich lange die meistgenutzte Möglichkeite sein. Und höchst persönlich kommt mir das auch ganz ok vor.

    Ich hab übrigens jetzt mal die Artikel rund ums Altern zumindest „getagt“ (Link ist unterm Namenslink)

    Zu Einsamkeit im Altern hab ich auch mal gebloggt – ist (wie alles) immer noch kommentierbar:

    Die andere Altersarmut: Einsamkeit

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  6. Mir fällt noch was dazu ein: Der WDR hat im letzten Sommer eine vierteilige Reihe zu Gemeinschaften gemacht, die drei Projekte und viele Dimensionen in den Blick nimmt:
    http://www.wdr5.de/sendungen/tiefenblick/gemeinschaft-leben-100.html.

    Dann gibt es im Bayerischen eine große Dorfgemeinschaft, in der neue Wege des Zusammenlebens, nämlich solidarische ausprobiert werden: Schloss Tempelhof. Mehr dazu hier: http://www.schloss-tempelhof.de/ Dort finden sich auch Links zu Filmen über das Projekt. Die Tempelhofer denken auch über Formen für das Alter nach …

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    1. Herzlichen Dank auch dafür!!! Ja, es ist wirklich spannend zu sehen, wie sich die solidarischen Formen des Zusammenlebens entwickeln…. und hoffentlich immer zahlreicher werden…
      Viele Grüße
      Maria

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  7. Hallo Maria,

    schöne Infos! Danke dir für die Mühe.

    Die Beginen-Häuser und -projekte fehlen noch. Die gibt es an vielen Orten. In Berlin: http://www.beginenwerk.de/
    Zur Tradition der Beginenhöfe: https://de.wikipedia.org/wiki/Beginenhof

    Im christlichen Netzwerk „Es muss was Anderes geben“ gibt es bereits eine Reihe von Gemeinschaften, große und kleine, und jede Menge Gemeinschaftssucher. Ältere und Jüngere. Mehr: http://www.emwag.net

    Winke winke!

    Patricia

    Antworten

    1. Liebe Patricia, ooo ja, die Beginen… Sind oft auch noch architektonisch wunderbare Anlagen! Klar, christliche Gemeinschaften bieten häufig aich Mehrgenerationenhäuser an. Hatte ich aber – glaube ich – auch geschrieben. Jedenfalls: ganz herzlichen Dank für deine Hinweise!
      Viele Grüße
      Maria

      Antworten

  8. Ach Maria, du bist mir zuvor gekommen. Über dieses Thema wollte ich auch schreiben.
    Als ich letztes Jahr – gerade Witwe geworden – von Krefeld zurück nach Köln zog, war eine WG eine Überlegung. Dann kam ich mir doch noch zu jung vor und alle, die ich mir als Mitbewohner hätte vorstellen können sind noch in Beziehungen oder fühlen sich auch noch zu jung.
    Die Frage ist: Wann ist das richtige Alter?
    Auf jeden Fall wäre eine WG für mich bedenkenswert.
    Liebe Grüße
    Karin

    Antworten

    1. Liebe Karin, ganz genau! WANN muss ich damit anfangen?! Der Verstand weiss: so früh wie möglich. Das Gefühl sagt: Och nö, jetzt ist noch zu früh….
      Kenn ich!

      Herzlichen Gruß
      Maria

      Antworten

    1. Liebe Tina, nö. Ich finde, man sollte die Infos sammeln, wo man sie findet… Darum: Danke für den Hinweis!
      Herzlichen Gruß
      Maria

      Antworten

  9. Liebe Maria, setz mich doch bitte gleich schon mal auf deine Liste, falls du nach Mitbewohnerinnen in einer Alten- oder lieber noch bunten Wohngemeinschaft suchst! Hamburg wäre Klasse. Ich bin 68er-WG-erfahren, halte Chaos gut aus, bin nun allerdings schon bisschen älter, aber noch nicht alt ;). Ich könnte griechisches Flair einbringen. 🙂

    Antworten

    1. Ach liebe Gerda, sofort!!! Und selbst über Hamburg müssen wir gar nicht streiten, ist auch meine deutsche Lieblingsstadt…. Du kriegst das größte Zimmer, als Atelier – mit der Auflage, regelmäßige Ausstellungen zu machen…. Ja. Ganz im Ernst: darauf könnte ich mich freuen!
      Herzlichen Gruß
      Maria

      Antworten

  10. Ein wichtiges Thema, das man gerne mal verdrängt. Und dann steht es plötzlich vor dir und du bist nicht vorbereitet. Wir sind seit einiger Zeit regelmäßig in einem Pflegeheim (Demenzstation) „zu Gast“ und ich weiß mit Gewissheit, dass DAS nicht meine letzte Station werden soll.

    Von der Idee her finde ich die Mehrgenerationenhäuser genial. Sehe keinen Sinn darin, alte Menschen isoliert zusammenzupferchen, denn wo sollen da noch Lebensfreude und neuer Input herkommen? Da sitzt du einfach nur da und wartest. Aufs Frühstück. Aufs Mittagessen, auf den Nachmittagskaffee. Wenn du Glück hast, gibt’s am Vormittag ein paar Angebote (Zauberwort: Betreuungsassistent) und dann starrst du wieder die Wand an, weil du keine Aufgabe hast. Das Wichtigste im Leben ist es aber (neben der Gesundheit), eine Aufgabe zu haben. Und da sehe ich das Mehrgenerationenhaus weit vorne, weil eben nicht jeder eine Omi/einen Opa hat und ich glaube, von dem Miteinander profitieren alle. Außerdem gibt es da für jeden Rückzugsmöglichkeiten und das stelle ich mir in der WG schwierig vor. Wenn da nicht die Chemie zwischen allen Beteiligten stimmt, ist das auch ein anstrengendes Miteinander.

    Dank dir für die Erinnerung. Das ist was, was ich im Hinterkopf behalten möchte.

    LG Anna

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    1. Liebe Anna,
      ja, da hast du völlig Recht: Die Sache mit dem Wand-Anstarren finde ich auch so schrecklich, dass ich das Thema zur Zeit noch sehr erfolgreich verdränge…. Aber wenn ich nicht rechtzeitig was dagegen unternehme, könnte es auch mich eines Tages treffen. Dann sitz ich da und starr die Wand an…. Tatsächlich glaube ich mittlerwile ja wirklich, dass Vereinsamug die größte Gefahr des Altwerdens ist.
      Pass gut auf dich au!
      Herzlichen Gruß
      Maria

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