Sprache, Gendern und Älterwerden

Sprache, Gendern und Älterwerden

Ich sage es besser gleich schon mal: Ich habe mich gegen Schrägstriche und Gendersternchen entschieden. Aber für Doppelpunkte.

Die Sache mit den Doppelpunkten ist gleichzeitig total ausufernd und ganz einfach. Wer will, kann sie als Warnung lesen… Ist aber eigentlich nur eine Ankündigung. Wo ich früher schon mal Leser/innen geschrieben habe, wird jetzt Leser:innen stehen. Ja, es geht ums Gendern. Meiner Ansicht nach ein wirklich ausuferndes Thema. Mit dem man mitten in eine Shitstorm-Attacke geraten kann… Ist mir blöderweise schon passiert. Aber sicher nicht deshalb denke ich: Das will gut überlegt sein. Wie verfahre ich da, was will ich, was vermittle ich, wie und womit positioniere ich mich? Und vor allem: warum?

Das Verhältnis von Sprache, Haltung und Handlung

Ich bin ganz sicher keine, die unbedacht Trends hinterrennt. Schon gar nicht, wenn es um DAS Werkzeug geht, das ich liebe, achte und täglich nutze… Die Sprache.

Ziemlich lang hab ich gedacht und nur selten laut gesagt: Ich bin als Frau selbstbewusst genug. Ich brauche dieses Gegendere nicht! Der Punkt ist: So was sagt man nicht ständig. Und meine Gedanken kann aller Wahrscheinlichkeit nach kein Mensch lesen. Also muss ich handeln. So habe ich lange Zeit beispielsweise Leser/innen geschrieben. Und mir zu meiner Schande erst in den letzten Wochen klargemacht, dass sich nicht jeder Mensch männlich ODER weiblich definiert. Dass es ein drittes Geschlecht gibt, ist in Deutschland seit 2018 sogar juristisch anerkannt. Und ich möchte wirklich niemanden aus Unachtsamkeit „übersehen“. Auch hier wieder: Das denke ich. Aber wie kann ich es sichtbar machen?

Gegen Gendersternchen und für Doppelpunkte

Jetzt habe ich mich endlich und nach SEHR langem Überlegen gegen das Gendersternchen (also Leser*innen) und für Leser:innen entschieden. Warum? Weil das noch einer weiteren Gruppe hilft: Für Menschen, die schlecht oder gar nicht sehen können, wird der Doppelpunkt mit einer entsprechenden Software mit diesem kleinen „Stotterer“ drin vorgelesen, wie das in manchen TV- und Hörfunksendern heute auch schon live geschieht. Also ganz gut verständlich, hat man sich einmal daran gewöhnt… Und das wird geschehen. Bei allen anderen Gender-Zeichen ist das meines Wissens derzeit (noch) nicht der Fall.

Es entwickelt sich. Alles entwickelt sich, Sprache auch. Und wir uns mit ihr. Und genau das ist immer auch Teil unseres Älterwerdens …  In diesem Sinn, liebe Leser:innen – darüber wollte ich euch gern einfach informieren.

 

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Band zwei ist in Arbeit ….

Ich freue mich, wenn ihr diesen Beitrag in die Welt tragt ... danke!

2 Gedanken zu „Sprache, Gendern und Älterwerden

  1. Eine Sache die ich noch gar nicht bedacht hatte mit den * . Finde es sehr gut, dass es hier bei dem : bleibt!!
    Die Blogs hier sind wirklich mein all abendliches Hobby geworden. Ein ganz großes Lob an dieser Stelle. 🙂 Ganz liebe Grüße Jeany

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