Mit dem Trolley durch die Welt. Und das Bloggen nicht nur jungen „Backpackern“ überlassen

Helga Henschel lebt in Bremen. Über diese Stadt schreibt sie auch, ebenso wie über Städte in Kambodsha, Laos, Turkmenistan, Südafrika, der Slowakei, der Türkei … und in vielen Ländern mehr. Aber auch über Casanova in Wolfenbüttel, Kaviar oder die Schokoladenfabrik Roter Oktober. Ist nur eine kleine Auswahl … In ihrer Selbstdarstellung auf www.blogs50plus schreibt sie, ihr Blog beschäftige sich mit  „Reisen und Dingen, die mich interessieren. Das können zum Beispiel sein Essen, Menschen, Kultur.“ Und der Trolley ist vermutlich immer mit dabei, denn sie ist Betreiberin des Rieseblogs www.trolley-tourist.de

Helga Henschel, Reiseblog, Blogs50plus, Reiseblog 50plus

Hallo Helga, seit wann bloggst du denn?
Das kann ich gar nicht genau sagen, aber mindestens 15 Jahre. Ich hatte einen Kreativ- und einen Foodblog. Seit März 2014 schreibe ich nur noch im Reiseblog.

Gab es eine „Initialzündung“ zum Start dieses Blogs? Wenn ja: Was war das?
Mich faszinierte schon immer das Schreiben. Dafür eignet sich ein Blog sehr gut. Und dann reizte es mich damals, die neue Technik auszuprobieren.

Reieseblogs nur von „Backpackern“? Das kann so nicht bleiben!

Für wen vor allem schreibst du? Wer ist deine wichtigste Zielgruppe?
In meinem aktuellen Blog www.trolley-tourist schreibe ich über Reiseerlebnisse. Meine Zielgruppe sind diejenigen, die mit ihrem Trolley verreisen. Ich denke, eher Über-30Jährige. Schon der Name drückt dies aus. Mir fiel auf, das meist Backpacker Blogs betreiben. Das konnte nicht so bleiben. Dabei verreist die Zielgruppe Ü50 viel mehr.

Haben sich Themen und Zielgruppen im Lauf der Zeit verändert?
Das Thema Reisen ist bei Trolley-Tourist geblieben. Ich ergänzte es um Esskultur – ein Thema, das mich als Ökotrophologin besonders reizt.

„Wenn ich im Bloggen keinen Sinn mehr sehe, höre ich einfach auf“

Was war dein schönstes Blog-Erlebnis?
Ich finde die ReisebloggerBarCamps gut und fahre gerne hin. So lerne ich für mich neue Städte kennen und andere Blogger. Schöne Erlebnisse sind immer, wenn Zeitungen auf meinen Blog aufmerksam werden.

Gab oder gibt es Momente, in denen du denkst, „och nö! Bloggen ist eine ganz blöde Idee – hätte ich das bloß nie angefangen!“? 
Solche Gedanken betreffen mich nicht. Wenn ich keinen Sinn mehr darin sehe, höre ich einfach auf.

Wie sieht  es aus mit der Technik: Hattest – oder hast du –  technische Schwierigkeiten? Wie löst du die? Oder flutschte es von Anfang an perfekt? 
Naja, das mit perfekt ist so eine Sache. Es gibt immer etwas, wo der komplette Durchblick fehlt. Technische Schwierigkeiten gab es nicht. Ich habe Grundkenntnisse in HTML und CSS. Bei Problemen gibt es auch hilfreiche Seiten im Netz, die gute Tipps parat haben.

Das Thema Reisen ist sehr vielfältig

Glaubst du, dein Blog ist irgendwie anders als der von etwa 20 Jahre jüngeren Menschen? Wenn ja: In welcher Hinsicht?
Ja, meiner ist anders. Ich schreibe nicht in der Ich-Form, sondern neutral. Auf meinem Blog sind recht wenige Fotos von mir zu entdecken. Ich vermarkte mich nicht selber. Die Beiträge sind fundiert und weniger oberflächlich.

Was ist mit dem Zeitfaktor? Wie viel Zeit pro Woche wendest du für deinen Blog auf?
Ich schreibe in der Regel drei Artikel um die 300 Wörter pro Woche. Pro Artikel investiere ich etwa zwei bis drei Stunden Zeit. Wenn ich zeitlich anders eingebunden bin, schreibe ich weniger.

Wie hältst du es mit Werbung in deinem Blog? 
Ich habe so gut wie keine Werbung in meinem Blog. Meistens passt es auch nicht recht. Das kann auch ruhig so bleiben. Die meisten Anfragen wollten ohnehin Dofollow-Links,  und das ist verboten.

Was für Blog-Pläne hast du für die Zukunft?
Ich schreibe weiter, wie meine Zeit es zulässt. Ich könnte die Themen Rad, Wandern, Businessreisen, Kreuzfahrten einbauen. Das betrifft mich zwar im Moment nicht, kann sich aber noch ergeben. Das Thema Reisen ist sehr vielfältig.

 

Vielen Dank, Helga Henschel! Und: Natürlich ist sie auch der Plattform Blogs50lus vertreten, bei der sich weiterhin alle Menschen kostenlos anmelden können, die bloggen, über 50 sind – und das nicht unbedingt geheim halten wollen.

 


 

Ich freue mich, wenn ihr diesen Beitrag in die Welt tragt ... danke!

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