Keine Altersbegrenzung! Sondern: Love my Life!

Keine Altersbegrenzung! Sondern: Love my Life!

In ihrer Selbstdarstellung auf www.blogs50plus.de sagt Gabi aus Österreich über ihren Blog: „Auf lovemylife will ich unterhalten, zum Nachdenken anregen, mich austauschen, Geschichten erzählen. Auch Mode & Reisen sollen nicht zu kurz kommen. Ich bin 60 – ja und ? Das Schöne am Bloggen? Keine Altersbegrenzung!“ Das ist schon regelrecht programmatisch … hier noch ein kleines Interview mit ihr:

Hallo Gabi, seit wann bloggst du?
Wenn ich mich recht erinnere, seit Juni 2016.

Vorbild: Garance Doré

Gab es eine Idee, einen Traum, einen bestimmten Ansporn beim Start deines Blogs? Wenn ja: welchen? 
Ich war fast 40 Jahre lang selbständig mit einem kleinen Jeansgeschäft, bis auf Urlaube, jeden Tag in meiner kleinen Boutique, meinem zweiten Wohnzimmer. Und überlegte mir dann: Was tun, wenn ich aufhöre? Da las ich von Blogs und hatte KEINE Ahnung, wie und was. Ja, und dann kam die Begeisterung – ich kommuniziere gern, also kann ich das auch aufschreiben. Ein bisschen blauäugig war ich schon und von Technik hatte ich null Ahnung.

Hat sich diese Idee „woandershin“ entwickelt als vorher gedacht? Wenn ja: wohin?
Ich habe es mir einfacher vorgestellt, Menschen zu erreichen – habe mich eingelesen, träumte ein bisschen vom Bekannt-Werden. Meine Lieblingbloggerin war Garance Doré – eine der ganz ersten Bloggerinnen, ihr Buch Love – Style – Life war meine Bibel. Dass sich die Blogger-Zeiten inzwischen geändert haben, wurde mir dann aber schnell bewusst.

„Älterwerden-Themen interessieren mich nicht wirklich“

Spielt das Älterwerden beim Bloggen/bei der Auswahl der Themen für dich eine Rolle?
Das Älterwerden weniger. Aber ich denke über viele Dinge anders als vor 10 oder 20 Jahren. Ich schreibe meine Gedanken über verschiedene Themen, ohne belehren zu wollen (hoffentlich!) Die sogenannten typischen Älterwerden-Themen interessieren mich nicht wirklich. Das soll sich nicht überheblich lesen – aber es ist einfach so. Ich bin nun 65 Jahre alt –   das wundert mich manchmal. Da ich keine Kinder habe, bin ich auch nicht Oma im Einsatz – betreibe Sport, habe junge Freundinnen und organisiere gerade meinen ersten Second-Hand-Verkauf. Das ist mein Ding.

Lieber spontan …

Gibt es einen Zeitplan, einen inhaltlich „roten Faden“ für Blogbeiträge? So etwas wie einen Redaktionsplan? Wenn nicht: wonach wählst du dann aus?
Nein, ich habe keinen roten Faden, keinen Redaktionsplan obwohl mir jede(r) gesagt hat „Du musst“ sonst wird das nichts. Seit ich aufgehört habe, so angestrengt über Themen nachzudenken, fällt mir oft spontan was ein.

Was ist mit dem Zeitfaktor? Wie viel Zeit pro Woche wendest du für deinen Blog auf? 
Manchmal wache ich auf und denke: DAS muss ich jetzt schreiben, das kann schnell gehen. Fotos suchen und einfügen oder auf Schreibfehlersuche zu gehen, das kann dauern. Also können es schon einige Stunden oder Tage werden.

Ist dein Blog rein privat oder gibt es berufliche Themen, Ziele, Wünsche, die sich in deinen Blogbeiträgen spiegeln? 
Anfangs wollte ich noch was aus meiner Erfahrung der Selbständigkeit machen – ich war ja erfolgreich, aber jetzt schreibe ich nur privat. Meine innersten Gedanken erzähle ich aber nicht öffentlich. Da würde ich mich nicht wohlfühlen.

An welchen Punkten sagst/denkst du: „Ich bin erfolgreich mit meinem Blog“? Oder ist Erfolg gar kein Kriterium für dich?
Ich freue mich, wenn ich ein neues „Gefällt mir“ auf Facebook krieg. Oder über neue Newsletter-Abonnenten, Frauen wie Männer. Natürlich würde es mich freuen, wenn ich auch etwas verdienen könnte. Quasi als Bestätigung für „ich kann es“.

Wie sieht es aus mit der Technik: Hattest – oder hast du – manchmal technische Schwierigkeiten? Wie löst du die? 
Von Technik habe ich keine Ahnung – bis ich das kann, bin ich 100. Darum habe ich mir Hilfe gesucht und zahle das auch. Jedes Hobby kostet Geld.

Vielleicht ein Bloggerfrühstück organisieren?

Ich denke ja: Bloggen geht nicht ohne gute Netzwerke. Wie siehst du das, was tust du dafür? Und was macht für dich ein „gutes Netzwerk“ aus?
Ich schreibe Kommentare auf den Blogs und like Beiträge auf Facebook. Das kostet natürlich Zeit, die nicht jede Bloggerin hat. An Bloggertreffen habe ich teilgenommen in München, wo ich einige der vorgestellten Bloggerinnen und auch Dich kennen lernen durfte. [JA! War mir ein Vergnügen! Anmerkung Ende. Maria]. Gutes Netzwerk wäre für mich Austausch, sich gegenseitig zu helfen. Das ist aber sehr sehr selten der Fall. Toll fand ich die Idee von Texterella für ein Bloggerfrühstück – ich überlege, ob ich auch etwas in der Art organisieren soll.

„Ich bin offen für vieles“

Hast du noch Pläne für die Zukunft deines Blogs? Neue Projekte im Auge? Und verrätst du uns die?
Ich habe mich nun entschlossen, Pinterest und Instagram nicht mehr zu lernen. Facebook ist natürlich ein Ärgernis, wie es läuft. Trotzdem träume ich noch davon, dass mein Blog gefunden und gelesen wird. Ich weiß, dass viele Menschen, die ich kenne, ihn lesen und nicht kommentieren – leider. Ich bin aber offen für vieles – wer weiß, was noch kommt in meinem Bloggerleben.

Mal ganz unabhängig vom Bloggen: Was ist dein Lieblingsgedanke zum Thema Älterwerden?
Lieblingsgedanke: Wow ich kann den Tag verbringen wie ich will – und eine neu Gelassenheit hat mich  erfasst. Ärgernis 1: Es regt mich ziemlich auf, wenn jemand sagt „Du siehst aber noch gut aus für Dein Alter!“ Ärgernis 2: Eine Runde von Frauen 50 oder auch 60 und jede erzählt nur von Ihren Wehwehchen (Blase, Knie, Hüfte usw.) oder ausschließlich von Enkelkindern mit Bildern. Zu solchen Treffen gehe ich nicht mehr.

 

Liebe Gabi, herzlichen Dank für deine Antworten!


 

Ich freue mich, wenn ihr diesen Beitrag in die Welt tragt ... danke!

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