Ohne Finanzwissen macht Älterwerden unruhig….

Fakt ist: Die Sache mit der Sichtbarkeit beim Älterwerden wird ganz schnell zum reinen Luxusproblem, wenn die Finanzen nicht stimmen. Wissen wir alle, oder? Und doch: Wir sollten drüber reden!

Geld
Nicht zuletzt beimn Älterwerden gilt: Die Finanzen müssen stimmen!

Unruhe

Ganz klar ist: Dieses Thema gehört in die Kategorie „Unruhe“. Und ich gestehe lieber gleich: Ich gehöre zu den ziemlich unschlauen Menschen, die bei dem Thema gern mal den Kopf in den Sand stecken. Okay, in einer schlauen Sekunde hab ich eine Lebensversicherung abgeschlossen, eine kleine, alte Betriebsrente halte ich auch noch am Laufen. Aber sonst? Ich hab keine Ahnung, was mich finanziell erwartet, wenn ich mal „wirklich alt“ bin. Kümmere mich viel zu wenig um die Frage: Wie soll das denn mal werden, wenn ich dann mal „rentenberechtigt“ bin, gesund, krank oder pflegebedürftig? Und fürchte: Ich bin damit nicht allein.

Bei mir hat das mehrere Gründe

  1. Denke ich: kann ich doch sowieso nix dran ändern, es kommt, wie es kommt. Das ist Fehler Nummer eins. Denn natürlich KÖNNTE ich was tun: rechnen, planen, vorsorgen. Aber
  2. Hab ich keine Ahnung davon. Und bin so offensichtlich unbedarft in all diesen  Fragen, dass jeder potentiell Helfende das sofort merken wird. Potentiell Helfende sind Bank- und Versicherungsmenschen aller Art. Die riechen meine Unwissenheit schon 10 Kilometer gegen den Wind. Und werden mich gnadenlos über den Tisch ziehen. Dieser Gedanke ist Fehler Nummer zwei, denn heutzutage wird es vermutlich wirklich nicht schwer sein, sich vorher selbst schlau zu machen. Das Internet bietet Vergleichsmöglichkeiten noch und noch, ich kann mir immer eine Zweit- und Drittmeinung einholen…
  3. Irgendwas in mir sträubt sich gegen den Verdacht, dass ich genau das dringend tun müsste – mich „schlau machen“, meine ich. Da sitzt so ein kleiner, trotziger Rest des alten „guten Onkels“ (oder der Tante) in mir, die mal gelernt haben, dass wir in einer Solidargemeinschaft leben, füreinander einstehen und uns keine Sorgen machen müssen. Schließlich habe ich mich mein bisheriges, gar nicht so kurzes Berufsleben in Gedanken immer damit einverstanden erklärt, dass ich genau deshalb Steuern und andre Abgaben zahle, zahlen muss. Manchmal war ich sogar ausdrücklich damit einverstanden, weil mir eben dieser Solidargedanke gefiel – und noch gefällt. Klar: Dass ich eines Tages selbst davon profitieren werde, spielt dabei keine geringe Rolle. Aber es ging und geht mir durchaus um das „Prinzip an sich“. Von diesem Gedanken WILL ich mich im tiefsten Inneren gar nicht verabschieden. Und jedes Nachdenken über egoistische Einzel-Vorsorge ist ein Stück Abschied von diesem Gedanken. Das macht mich traurig.
  4. Ich will mich nicht rausreden: Ganz sicher ist auch simple Faulheit ein Grund dafür, weshalb ich mich so wenig mit dem Thema „Finanzen im und für das Alter“ beschäftige. Was natürlich der dickste Fehler von allen ist, keine Frage. Kann ein ziemlich böses Erwachen geben…

Es ist ernst

Ganz ehrlich, ich sehe mittlerweile sogar eine Art Verantwortung für mich darin, in einem Blog zum Thema Älterwerden auch die Finanzen zu thematisieren. Zu schrecklich sind all die Meldungen über Altersarmut – von all den möglicherweise auftretenden finanziellen Problemen aus gesundheitlichen Gründen ganz zu schweigen!

Lasst uns gemeinsam lernen!

Das sind gute Absichten. Nur leider, leider: Dadurch verstehe ich noch immer nichts vom Thema Geld. Doch wozu sind wir hier im Internet? Ich habe großes Glück: Helmut Achatz hat mir eine Kooperation angeboten. Er betreibt die Webseite http://vorunruhestand.de. Und vor allem: Er ist Wirtschaftsingenieur, Journalist bei FOCUS-Money und „Börsianer“. Experte also. Ich habe die Erlaubnis, mich bei seinen Blogbeiträgen zu „bedienen“ – und werde davon in Form von Gastbeiträgen auch äußerst dankbar Gebrauch machen…. Und zwar immer dann, wenn ich mit meinem Latein am Ende bin. Und das ist – richtig! – bei allem, was mit Finanzen zu tun hat der Fall. Ihr werdet hier also ab jetzt immer wieder mal in den Genuss von Beiträgen des großzügigen Helmut Achatz kommen. Und ich hoffe, dabei im Lauf der Zeit auch selbst noch was dazu zu lernen…. Das Internet kann so schön sein!

 

1 Kommentar


  1. Ja, viele aus unserer Generation sind unsicher – und weil sie unsicher sind, machen sie lieber gar nichts, was leider auch verkehrt ist. Denn, die Inflation frisst ihnen angesichts niedriger Zinsen die Kaufkraft auf. Dazu kommt: Das Rentenniveau sinkt, sprich die Renten wird prozentual weniger im Vergleich zum letzten Netto-Gehalt. Leider addiert sich das. Den Kopf in den Sand stecken hilft nicht. Was ich dazu beitragen kann, aufzuklären, will ich gern tun. Ich plädiere dabei für den Selbstentscheider – anders ausgedrückt: Leute nehmt euer finanzielles Schicksal selbst in die Hand und delegiert es nicht an einen Bankberater.
    So viel erst mal in kürze – ich will euch ja nicht gleich verschrecken 😉 – happy investing

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