Wenn die Rente vor der Tür steht … kommt sie nie unerwartet

Wenn die Rente vor der Tür steht … kommt sie nie unerwartet

Ich habe es ja schon mehr als einmal  zugegeben: Ich schaffe es nie, nie mehr, all die wunderbaren Blogs im Auge zu behalten, die sich auf unserer Plattform Blogs50plus sammeln … 366 sind es im Moment. Und ich träume davon, alles und alle regelmäßig zu lesen. Geht nicht. Sorry!

Immerhin: Ich lese immer wieder quer. Und nehme mir jetzt vor, jeweils die Themen zu fokussieren, die mich dabei regelrecht anspringen. Denn das gehört zu den schönsten Dingen unserer Plattform: Wir sind nicht nur alle (plus/minus 20 Jahre …) etwa gleich alt, wir haben auch ähnliche Themen.

Das mit den “plus/minus 20 Jahren” ist durchaus gravierend: Denn zwischen 50- und  70-Jährigen ist so gut wie gar nichts “ähnlich”, dazwischen liegen oft Welten. Mir ist das bewusst. Und doch: Was die einen noch vor sich haben, war bei anderen vor relativ kurzer Zeit noch Thema, zum Beispiel den Start der Rente. Was manche hinter sich haben, daran erinnern sich 20 Jahre Jüngere dann oft doch deutlicher als an ihre … sagen wir mal: Einschulung.

Und unterm Strich gibt es immer wieder Muster, anhand derer ich sehe: Das ist dann doch nicht so weit voneinander entfernt. Bestes Beispiel für diesen Gedanken sind die Stichworte

Loslassen – Veränderung – Neuer Aufbruch

In diesen Themen finde ich mich selbst so sehr wieder, dass sie mich jedesmal wie veritable Panther anspringen. Nicht nur einmal, sondern oft. Sehr oft. So begann ja auch dieser Blog: Ich habe über den beruflichen Neustart mit 50plus geschrieben. Der führte mich in die Selbstständigkeit. Und jetzt habe ich ein neues Stichwort eingebaut: Rentenbeginn heißt es.

Rentenbeginn?!

Ja, Rentenbeginn. Oder, wie ich inzwischen gelernt habe: Beginn der Pension, wie es in Österreich heißt. (Für die Deutschen: Hat nichts mit Beamtentum zu tun, kann eins zu eins mit unserer Rente übersetzt werden.)

Mit 50plus war der Rentenbeginn für mich irgendwie noch SEHR weit weg. Dennoch habe ich – vor allem von euch! – gelernt, wie sinnvoll, wie wichtig es ist, sich beizeiten damit auseinanderzusetzen.

Und, plopp, inzwischen kann ich es nicht mehr leugnen: Es wird, bleibt und ist wichtig. Ich bin bald mittendrin. Als Selbstständige ist das immerhin kein so harter “Break” wie für Angestellte. Ich kann immerhin selbst bestimmen, was ich wie lang in welcher Form noch weitermachen möchte (so weit Steuergesetze es nicht ad absurdum führen …)

Es ist schon drollig: Geahnt habe ich es immer schon. Aber man muss wohl immer selbst spüren/erleben, dass manche Dinge wirklich stimmen. Auch, wenn man sie vorher schon mehrfach gesagt, geschrieben oder gedacht hat. Etwa das: Wenn die Rente vor der Tür steht … kommt sie nie unerwartet.

Ich gucke mal kurz zurück:

Wann wie und wo ist mir das Thema schon über den Weg gelaufen?

Als ich Helmut Achatz auf seinem Weg in den Unruhestand begleitet habe.

Als ich so begeistert über die Umsicht war, die Wolfgang Schiele in seinem Buch “Rastlos im Beruf, ratlos im Ruhestand?” auf dem Weg in die Rente walten ließ.

Als ich Lisa Frohn bei der spannenden Frage begleitet habe: “Was machst du mit deinem Wissen und Können – wenn du 65 und älter bist?

Als ich bei Sonja Schiff und all ihren fantastischen Aktivitäten entdeckte, dass das deutsche “Rente” und die österreichische “Pension” gar nicht so weit voneinander entfernt sind, wie ich anfangs dachte. Und jetzt merke ich: Das habe ich eher privat verfolgt – und, shame on me, nie darüber geschrieben. Kommt noch!

Neue Gedanken, Wege und Blogs zum Thema Rente

Wie oben schon gesagt: Ich schaffe es nicht, alle Blogs im Auge zu behalten. Wenn ich also jemanden übersehen habe (wovon ich beinah ausgehe): bitte Bescheid sagen! Hier unten gibt es eine Kommentarfunktion.

Soeben neu entdeckt habe ich bei den Blogs50plus Ich geh in Rente von Gisela Enders. Aus der Selbstbeschreibung: “Vordergründig geht es hier um meinen Weg aus der Erwerbsarbeit. Mit Mitte 50 vielleicht ein bisschen früh, für mich allerdings genau der richtige Zeitpunkt, um meine Erwerbsarbeit bis hier mit Freude gemacht zu haben und die eher erschöpfte Arbeitsphase zu überspringen. Und stattdessen die Zeit der jungen, aktiven, freien Rentnerin zu verlängern. So der Grundgedanke.” Sofort denke: Ja! Scheint eine kluge Frau zu sein. Denn auch ich habe ja oben schon betont, für wie wichtig ich es halte, sich beizeiten damit auseinanderzusetzen.

Dann tröstet mich der Gedanke, dass es Gisela Enders kaum anders zu gehen schient. Denn gleich fährt sie fort: “Schnell habe ich gemerkt, dass sich da viele Hürden auftun. Darf ich so früh aufhören zu arbeiten? Wem darf ich das sagen, wer wird mich verstehen? Wie will ich, wie wollen wir dann leben? Und will ich ganz aufhören oder nur besser dosieren? Vielleicht neue Aufgaben dazunehmen und nur alte Zöpfe abschneiden?”

Geld und Rente: never ending story. Und ein Tool für eigene Berechnungen

Gisela Enders bestärkt mich auch in einem Gedanken, der für mich inzwischen schon eng an den Begriff “Rente” gekoppelt ist: Geld ist ein wichtiges Thema für alle, die über die Rente nachdenken – vielleicht sogar DAS wichtigste. Mein Eindruck ist: Das ist ein Thema, das mich noch eine Weile begleiten wird, eine never ending story.

Gisel Enders hat für das Thema Geld eine feste Rubrik mit immer neuen Beiträgen in ihrem Blog. Doch nicht nur das: Sie macht wirklich Nägel mit Köpfen und geht der Frage, ob das Geld bis zum Lebensende reichen wird, sehr aktiv mit einer selbst erstellten Excel-Tabelle nach. Diese Tabelle gibt sie auch gern kostenlos weiter – Newsletter Abonnent:innen bekommen zur Tabellen-Nutzung sogar einen direkten Zugriff auf ihren Rechner. Das alles findet ihr noch ausführlicher hier. 

Ich finde: Das ist ein sehr nettes, sinnvolles Angebot, danke dafür!


In eigener Sache: Mein jüngster Aufbruch führt Richtung Eigensinn

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In „Wer schreibt, darf eigensinnig sein“ steht eigentlich schon alles Wichtige im Titel: Es geht um die praktische Realisierung des Schreibens mit Eigensinn, um Kreativität, aber auch um Selfpublishing. Da gibt es jede Menge Praxistipps, Übungen und Beispiele. Aber auch die Spiellust – meiner Ansicht nach ein wichtiges Schreib-Instrument – kommt nicht zu kurz. Zum Beispiel mit dem Selbsttest „Welcher Schreibtyp bin ich eigentlich?“ Der zieht sich – augenzwinkernd bis ernst – durch das ganze Buch.
Beide Bücher auf einen Blick – und auch zum Bestellen – im Shop der Autorenwelt hier. Aber natürlich auch überall sonst, wo es Bücher gibt.


Text: Maria Al-Mana

Foto Startseite: bei 123RF gekauft


 

Ich freue mich, wenn ihr diesen Beitrag in die Welt tragt ... danke!

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