Der Mainzauber von Elke Heinze

Auf www.blogs50plus (wo wir uns alle versammelt haben und jederzeit gern jede/r kostenlos dazu kommen darf, wer bloggt, 50plus ist und das auch irgendwie thematisiert) sagt Elke Heinze über ihren Blog: „MainZauber verbindet nach einem Relaunch den früheren Blog gleichen Namens mit meinem alten Autorenblog. Ich blogge über Frankfurt und Rhein-Main, über meine Hobbys (Garten, Fotografie, Natur und vieles mehr) und über meine Tätigkeit als Autorin und Bullet-Journalistin. MainZauber enthält eine ausgewogene Mischung aus eigenen Fotos und viel Information.“

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Hallo Elke, seit wann bloggst du denn schon?
Grob geschätzt, so etwa seit der Jahrtausendwende. Ich war schon vorher online. Da gab es eine Webseite für meine Zahnarztpraxis und eine private Homepage, das „Mondscheinportal“. Letzteres besaß eine Seite „Aktuelles“, die allmählich in einen Blog überging. Das gab es ja vorher noch nicht.

Gab es eine „Initialzündung“ zum Start deines Blogs?
Es war die Begeisterung für das neue Medium Internet an sich. Ich habe andere Webseiten kennengelernt und schon früh Kontakte geknüpft. Es war faszinierend, sich plötzlich mit Menschen überall in Deutschland auszutauschen. Damals vor allem auch mit Bloggern aus den „neuen“ Bundesländern

Für wen vor allem schreibst du? Wer ist deine wichtigste Zielgruppe?
Inzwischen sicher Blogger 50plus. Menschen, die ihren Garten lieben, die Natur und das Fotografieren. Ich schreibe aber nicht gezielt für eine bestimmte Altersgruppe. Das ergibt sich eher aus meinen Interessen, also Fotografieren, Schreiben, Frankfurt und Rhein-Main. Meine Internetseite heißt jetzt auch schon länger „Mainzauber“.

Haben sich Themen und Zielgruppen im Lauf der Zeit verändert?
Nur wenig, eher erweitert. Da ich inzwischen Bücher schreibe, ist das Schreiben an sich ein Thema geworden. Und mein neues Hobby ist das Bullet Journaling. Meine Interessen sind weit gefächert. Dadurch kommt auch im Blog immer mal wieder etwas Neues dazu.

Was war dein schönstes Blog-Erlebnis?
Ich denke, das war, als ich das erste Mal Blogger im realen Leben kennenlernen durfte. Das war ein Bloggertreffen 2003 in Bamberg. Damals fand ich eine echte Freundin in einer Bloggerin aus Schwarzenberg im Erzgebirge. Sie ist leider in diesem Jahr gestorben. Wir haben uns immer wieder getroffen.

Gab oder gibt es Momente, in denen du denkst, „och nö! Bloggen ist eine ganz blöde Idee – hätte ich das bloß nie angefangen!“? 
Nein, nie! Es gab wohl Zeiten, in denen ich an meiner Art zu bloggen gezweifelt habe. Gerade jetzt habe ich wieder einiges verändert. Ich versuche, eigenständiger zu bleiben. Seit Jahren bin ich in einer Bloggercommunity, die von Blogparaden – wir nennen sie „Projekte“ – lebt. Das heißt, jemand gibt regelmäßig ein Thema vor, zu dem die Anderen dann posten und/oder Bilder bringen. Das kann Spaß machen, wird aber auch schnell stressig weil zu einer Art Pflicht. Man schielt auf die Anzahl der Kommentare. Und wenn ich nicht bei möglichst vielen Projekten mitmache, bekomme ich auch keine Besucher. Das gefällt mir nicht.

Wie sieht  es aus mit der Technik: Hattest – oder hast du –  technische Schwierigkeiten? Wie löst du die? Allein oder mit fremder Hilfe? Oder flutschte es von Anfang an perfekt? Sollte das der Fall sein: Wie hast du das hingekriegt?
In den Anfangszeiten hatte ich schon Probleme. Ich bin sehr schnell zur WordPress-Bloggerin geworden und zwar mit der selbstgehosteten Funktion. Ich habe großen Spaß daran, Dinge auszuprobieren und meinen Blog immer wieder zu optimieren. Das geht meines Erachtens mit einer Plattform wie WordPress am besten. Weil ich von Anfang an dabei war, bin ich einfach reingewachsen. Was nicht funktioniert, wird recherchiert. Und dann läuft es irgendwann wieder.

Glaubst du, dein Blog ist irgendwie anders als der von etwa 20 Jahre jüngeren Menschen? Wenn ja: In welcher Hinsicht?
Das kann ich schlecht beurteilen. Meine Interessen waren vor zwanzig Jahren natürlich auch nicht die gleichen wie heute. Andererseits habe ich auch mit Mitte Vierzig weder über Mode noch über Make-up gebloggt. Vielleicht über Schulprobleme meiner Kinder oder sowas, vielleicht politischer. Aber nein – ich denke nicht, dass man Bloginhalte am Alter festmachen kann.

Was ist mit dem Zeitfaktor? Wie viel Zeit pro Woche wendest du für deinen Blog auf? Wünschst du dir, es wäre mehr? Oder weniger? 
Da muss ich mich schwer am Riemen reißen. Ich blogge praktisch täglich und es sind meist fotolastige Beiträge, die mir zusätzlich viel Zeit bei der Bildbearbeitung abverlangen. Ich sitze eindeutig zuviel am PC. Aber das liegt auch daran, dass Schreiben überhaupt mein Ding ist.

Wie hältst du es mit Werbung in deinem Blog? Wenn du keine hast, soll das so bleiben – oder kannst du dir vorstellen, das später noch zu ändern? Und falls nicht: Warum nicht? Wenn du welche hast: Bist du glücklich damit?
Habe ich über viele Jahre total abgelehnt. Inzwischen habe ich einige Partnerprogramme und setze hin und wieder einen Affiliatelink – übrigens ergebnislos bisher. Ich denke, es wäre nicht schlecht, ein wenig passives Einkommen zu haben, da mich das Bloggen samt guten Fotobearbeitungsprogrammen eine Menge Geld kostet. Andererseits lehne ich auffällige aggressive Werbung ab. Es muss immer etwas mit mir und dem Inhalt meines Beitrags zu tun haben.

Was für Blog-Pläne hast du für die Zukunft?
Jetzt bin ich aktuell erst einmal zufrieden. Und ich glaube, meine Stammleser wünschen sich auch, dass ich mal nicht mehr so viel verändere. In diesem Sinne: Keine Pläne. Aber das kann morgen schon wieder anders sein.

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