Bloggen, heute noch?! Die kleinen Geheimnisse der Buchhebamme …
Eins der kleinen „Geheimnisse“ betrifft sofort auch diesen Blog hier: Das Unruhewerk ist eine von fünf Websites, die alle – mehr oder weniger – einen Blog haben. Nein, ich pflege nicht mehr alle ganz so regelmäßig wie zu Beginn. Macht nichts, auch das ist erlaubt. Genau: In einem Blog kann und darf ich mir erlauben, was für mich Sinn macht. Nicht alles, aber vieles … Denn
Jeder meiner Blogs ist für mich ein Heimathafen.
Mein Hafen, meine Regel – ist doch klar, oder?
Geheimnisse der Buchhebamme
Im Mittelpunkt der fünf Websites steht immer die Buchhebamme. Vor allem mit der verdiene ich mein Geld, von ihr hängt mein Überleben als Selbstständige ab. Doch die Sache mit den Blogs ist auch „historisch“ gewachsen – und spiegelt so die Entwicklung meiner Selbstständigkeit wieder. Die berufliche Selbstständigkeit einer Frau, die mit 50plus neu gründete. Und – natürlich – dabei auch Fehler machte. Einer dieser Fehler war die Idee, als Texterin für Handwerker – Betriebe und Websites, Newsletter und Einzelkämpferinnen – zu schreiben. Funktionierte nicht. Trotzdem gibt es die Seite der Texthandwerkerin noch immer. Dort präsentiere ich mich mittlerweile stark über meine Biografie – und alles, was ich je rund um Text getan habe. Sozusagen als Bindeglied zwischen beiden ist die edition texthandwerk zu sehen – als Angebot der Buchhebamme für Menschen, die sich wünschen, dass der „Faktor Selfpublishing“ ihrem Buch nicht auf den ersten Blick anzusehen ist. Doch auch die Angebote der Buchhebamme finden sich dort recht ausführlich beschreiben. Mehr Eigensinn ist im Prinzip meine Autorenseite … Ich als Autorin der Trilogie des Eigensinns. Und ich will und werde die Seite bald mal wieder überarbeiten … Gefällt mir derzeit gar nicht!
Das alles waren bislang nicht wirklich „Geheimnisse“ … Wohl aber ist es das „Beziehungsgeflecht“, das die fünf untereinander bilden …
Denn eins der „Geheimnisse“ ist für mich meine Guerilla-Taktik: Alle fünf Blogs verweisen immer wieder aufeinander – weil ich sie bei entsprechenden Inhalten miteinander verlinke. Für Suchmaschinen signalisiert das: Ach, sieh an, diese Website, dieser Blog scheinen relevant zu sein … Denn dafür interessieren sich auch andere. Dass immer ich dahinter stecke, steht zwar im Impressum, scheint der superschlauen KI aber noch nicht bis in letzter Konsequenz aufgefallen zu sein … Gut so!
Vielleicht auch ein „Geschenk“ des Älterwerdens:
Ab und zu darf ich mich auch mal doof stellen.
Tue ich manchmal – wenn es weder mir noch anderen schadet. Und ich so einen kleinen Anflug diebischer Freude habe wie im Fall meiner fünf Blogs. Und deren Verlinkungen.
Mein eigenes Mini-Online-Universum
Ja, Bloggen ist viel Arbeit. Wertvoll fand und finde ich, dass ich mir damit ein Mini-Online-Universum aufbauen konnte. Und zwar ganz und gar nicht für jede. Oder jeden. Sondern für meine Hauptzielgruppe … Menschen über 50, die Bücher lieben, vielleicht eigensinnig sind und/oder selbst ein Buch schreiben wollen.
Denn das war von Anfang an mein Problem als Selbstständige: Fast jeder Mensch möchte gern ein Buch schreiben… Eines Tages. Und wenn ich dann noch ständig erzähle, wie einfach das mit Selfpublishing geht – dann wird sich so gut wie jeder Mensch mit ein bisschen Fantasie, Lust auf Kreativität und/oder einem großen Erfahrungsschatz, Expertenwissen, einem Lebens-Thema angesprochen fühlen. Als Instrument zur Sichtbarkeit ist ein Buch ohnehin perfekt. Also: Meine potenzielle Zielgruppe ist riesig.
Und wer bitte will nicht sichtbar sein/werden?
Ohne meine Blogs hätte ich bei dieser „Gemengelage“ als Selbstständige niemals einen Fuß auf den Boden gekriegt: Zielgruppe? Unüberschaubar. Ziele? Viel zu viele. Angebote? Individuell und vielfältig – äußerst schwer zu packen, kaum so zu beschreiben, dass sich die richtigen Menschen angesprochen fühlen…
Meine Lösung: Algo, halt die Klappe!
Ziel: Mit jedem meiner Blogs eine Facette meiner Arbeit in den Fokus rücken. Damit ist jeder Blogbeitrag immer auch ein Teil meiner Interessen, Fragen und Werte. Das war mir von Anfang an wichtig. Hat aber nur in den Blogs funktioniert – da, wo kein Algorithmus mir reinquatschen will. Kurz: Algo, halt die Klappe! Ja, das geht! Ist eigentlich auch kein Geheimnis, wird nur leider viel zu selten öffentlich gesagt.
Und: Ich hab mich auch nie ernsthaft mit Zugriffszahlen und anderen Messeparametern beschäftigt. Denn mein Ziel kann kein Messgerät der Welt abbilden. Das ist die Frage:
Erreiche ich die richtigen Menschen mit meinen Blogbeiträgen?
Ja! Meine Rechnung ging auf! Und das sogar noch in der KI-Welt – mit der ich mich nur mal kurz befasst habe, um sie dann für mich ad acta zu legen … Doch natürlich habe ich mich sehr gefreut, als eine Kundin erzählte, dass niemand sie so gut kenne wie „ihr Chatty“. Und Chatty habe ihr die klare Empfehlung ausgesprochen, sich unbedingt an die Buchhebamme zu wenden. Wir haben es geprüft – und tatsächlich, alles passte: Ja, sie will ein erzählendes Sachbuch schreiben – eine meiner „Spezialitäten“. Ja, sie ist nicht mehr ganz jung und kann viel mit dem Wort Eigensinn anfangen. Sie sucht nach ihrem ganz individuellen Weg, nach ihrer Stimme. Und die Kreativität des Schreibens ist ihr wichtig. Bingo! Meine ideale Kundin, wie ich sie kaum besser hätte beschreiben können.
Blogs als Instrumente individuellen Verhaltens in der Online-Welt …
Damit wird jeder Blog für mich zum idealen Instrument für Individualität – die sich entfalten kann, ohne nach Algorithmen schielen zu müssen. Und wenn am Ende KI bzw. der Algorithmus nach MIR schielt – umso besser!
Und ein Allerletztes:
Über eigene Blogs lassen sich wunderbar individuelle Netzwerke aufbauen!
Fern aller SoMe-Kanäle, einfach als freiwilliger Zusammenschluss von Menschen mit ähnlichen Interessen. Beispiel gefällig? Die Plattform Blogs50plus. Die habe ich vor zehn Jahren zusammen mit Uschi Ronnenberg gegründet – sie ist technisch weitaus versierter als ich und betreibt die Plattform mittlerweile allein. Über 300 Bloggerinnen und Blogger sind dort kostenlos angemeldet, vor Corona gab es immer wieder selbst organisierte Vor-Ort-Treffen – noch heute bietet die Plattform jede Menge Chancen, die genutzt werden könnten … Natürlich nur aus eigener Initiative.
… und als Instrument der Selbstbestimmung
Doch das ist schon die nächste Geschichte: Wie bleiben wir selbstbestimmt, selbst aktiv im Internet? Es ist nicht einfach, das weiß ich wohl. Doch ein Blog ist für mich auch dafür das perfekte Instrument… Und ich finde: Das sollte kein Geheimnis bleiben!

