Eine Blog-Liebesgeschichte! Vera Gold – noch eine Impression aus dem Bloggerleben 50plus

Über ihren Blog, der ganz einfach ihren Namen trägt, schreibt Vera Gold: „Knapp an die 60 und schon lange grauhaarig, schreibe ich in meinem Blog über Alltägliches, Garten/Natur, meine Tiere und Kreatives. Die Kreativität gehört in meinen Alltag und mittlerweile traue ich mich auch, sie zu zeigen. Ich möchte anderen gerne Mut machen, nicht alles perfekt machen zu müssen und sie dazu inspirieren, (wieder) kreativ zu sein.“ Dass daraus eine offenbar eine echte Liebesgeschichte wurde, verrät sie uns hier – ich finde es wunderbar!!!! (Und es ist völliger Zufall, dass ich sie ausgerechnet im klassischen Hochzeitsmonat Mai hier vorstelle …)
Sie ist natürlich auch auf der Plattform www.blogs50plus.de angemeldet. Wer das ebenfalls möchte, bloggt, über 50 ist (und daraus nicht gerade ein Geheimnis macht), kann sich weiterhin dort kostenlos anmelden, Werbung Ende. Jetzt zu Vera Gold:

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Hallo Vera, seit wann bloggst du schon?
Angefangen habe ich 2006 mit einem Blog, das ich allerdings als Homepage aufgebaut hatte. Ich nutzte es für meine Texte, mit denen ich das erste Mal an die „Öffentlichkeit“ ging. Später bastelte ich dafür eine Homepage und 2008 ging ich mit Alltag mal anders bei wordpress.com an den Start. Später hostete ich mein Blog selbst, um freier bei der Gestaltung sein zu können.

Das Leben bereichern

Gab es eine „Initialzündung“ zum Start deines Blogs? Wenn ja: Was war das?
Da ich immer neugierig auf alles bin, wollte ich irgendwann auch bloggen. Alltag mal anders erblickte das Licht der Welt und darin schrieb ich über alles Mögliche, was ich gesehen, gehört, gedacht, gefühlt hatte. Damals noch mit winzig kleinen Bildern –  wenn überhaupt. Zuviel wollte ich nicht von mir preisgeben. Ich fand es toll, mit anderen Bloggern in Kontakt zu kommen, mich auszutauschen und auf diesem Wege Neues zu lernen, das mein Leben bereichert.

Für wen vor allem schreibst du? Wer ist deine wichtigste Zielgruppe?
Ich schreibe für jeden, der bei mir lesen und sich inspirieren lassen möchte. Eine Zielgruppe habe ich nicht.

Haben sich Themen und Zielgruppen im Lauf der Zeit verändert?
Durchaus. Schließlich habe ich mich in der Zeit auch verändert und so verändert sich mein Schreiben und mein Blog auch ständig. Zeitweise hatte ich auch mehrere Blogs. Davon leben aber nur noch mein FotoBlog und mein 365-Tage-Projekt-Blog. Beide werden aber nicht mehr aktualisiert. Und mein Hausbau-Blog habe ich auf privat gesetzt.

Gesehen, gefolgt, geheiratet, geblieben!

Was war dein schönstes Blog-Erlebnis?
Durch meinen Blog habe ich meinen Mann kennengelernt. ♥
Er sah in einem Kommentar auf einem anderen Blog mein Gravatarbild und ist mir auf mein Blog gefolgt – und geblieben.

Gab oder gibt es Momente, in denen du denkst, „och nö! Bloggen ist eine ganz blöde Idee – hätte ich das bloß nie angefangen!“? 
Grundsätzlich finde ich das Bloggen schön. Trotzdem habe ich mein altes Blog stillgelegt und einige Monate nicht gebloggt. Nach dem Umzug vom Bayerischen Wald in den Nordschwarzwald passte es irgendwie nicht mehr zu mir. Es hat lange gedauert, bis ich mit meinem neuen Blog wieder einen Weg gefunden habe. Ob es richtig so ist, weiß ich nicht. Ich hadere oft, aber letztendlich bekomme ich immer wieder die Kurve.

Wie sieht  es aus mit der Technik: Hattest – oder hast du –  technische Schwierigkeiten? 
Anfangs war es relativ einfach, ein Blog aufzusetzen. Als ich selbst hosten wollte fingen die Schwierigkeiten an. Ich habe sehr viel gelesen und habe dann einfach losgelegt. Meist konnte ich Probleme selbst lösen – auch wenn es Tage dauerte, bis ich mich irgendwo durchgelesen und alles ausprobiert habe. Einmal hat mir auch jemand direkt seine Hilfe angeboten, als ich auf dem Blog jammerte, dass der Blog nicht so wollte wie ich. Ein paar Änderungen am Code machten ihn schließlich gefügig. Den Blog natürlich, nicht den hilfsbereiten Menschen.

„Durchdachter und zurückhaltender“

Glaubst du, dein Blog ist irgendwie anders als der von etwa 20 Jahre jüngeren Menschen? Wenn ja: In welcher Hinsicht?
Anders nicht unbedingt. Eher durchdachter und zurückhaltender. Ich mache mir mehr Gedanken über die Dinge die ich darf und vor allen Dingen nicht darf. (zum Beispiel das Urheberrecht).  Das vermisse ich bei Jüngeren oft – allerdings sind ältere Blogger da auch nicht unbedingt besser.

Was ist mit dem Zeitfaktor? Wie viel Zeit pro Woche wendest du für deinen Blog auf? Wünschst du dir, es wäre mehr? Oder weniger? Hast du für das Bloggen andere Aktivitäten zeitlich „runtergefahren“?
Es braucht viel Zeit einen Blog zu führen. Manchmal mehr, manchmal weniger. Im Moment weniger, da ich jetzt viel im Garten bin. Ja, wenn ich blogge, habe ich weniger Zeit für andere Aktivitäten. Alles kann ich nicht gleichzeitig machen und somit rückt immer mal etwas in den Hintergrund.

Wie hältst du es mit Werbung in deinem Blog?
In all den Jahren hatte ich nie Werbung auf dem Blog. Das machte in meinen Augen auf einem privaten Blog auch wenig Sinn. Zwar bekam ich immer wieder Kooperationsanfragen, aber die passten wirklich absolut nicht zu meinem Blog. Heute noch bekomme ich Anfragen für mein ruhendes Blog, indem man sich auf bestimmte Beiträge bezieht. Was soll ich von solchen Anfragen halten? Da fehlt es doch an Glaubwürdigkeit.
Seit kurzem habe ich Affiliate-Links auf meinem Blog. Ich verweise auf Kurse von Künstlern, die ich selbst besucht habe und über die ich auch Beiträge schreibe. Damit möchte ich einerseits die Künstler unterstützen und andererseits fände ich es schön, wenn ich damit Geld für weitere Kurse verdienen würde. Denn ich möchte noch viel lernen und das kostet viel Geld. Mal sehen, ob das überhaupt etwas bringt.

„Das Leben schreibt die Geschichten“

Was für Blog-Pläne hast du für die Zukunft?
Pläne? Tja … Vielleicht sollte ich themenbezogener bloggen? Mir eine Nische suchen, um „erfolgreicher“ zu bloggen. Nein, ich habe keine Pläne. Ich lasse alles auf mich zukommen. Vielleicht habe ich morgen andere Ideen als heute. Ich werde mich auch weiterhin verändern und das Blog sicherlich mit mir. Da bin ich ganz offen und gespannt, wo die Reise hingeht. Planen kann ich, aber das Leben schreibt die Geschichten.

Danke, liebe Vera – und viele Grüße an deinen Mann! Die Geschichte lässt mich jetzt nicht so schnell los …


 

Ich freue mich, wenn ihr diesen Beitrag in die Welt tragt ... danke!

5 Kommentare


  1. Liebe Maria,

    vielen Dank für das Interview. Das ist schon besonders, die eigenen Gedanken auf Deinem Blog zu lesen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Vera

    Antworten

    1. Liebe Vera,
      ja, verstehe ich sehr gut… Geht mir auch immer so, wenns mal umgekehrt ist 😉

      In jedem Fall: Noch mal ganz herzlichen Dank für deine offenen Antworten!
      Viele Grüße
      Maria

      Antworten

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